Weltpolitik

Ägyptens Christen fliehen nach Anschlägen aus Nordsinai

Nach wiederholten Morden an ägyptischen Christen im Norden der Sinai-Halbinsel fliehen Familien der religiösen Minderheit aus dem Gebiet. In der Stadt Ismailia am Suezkanal seien 150 Menschen aus der Provinzhauptstadt Al-Arish eingetroffen, sagte ein regionaler Sprecher der Kirche am Samstag der staatlichen Zeitung Al-Ahram. Weitere Familien werden erwartet.

In den vergangen zwei Wochen gab es im Nordsinai Al-Ahram zufolge acht Anschläge auf Christen. Zu den Taten bekannte sich zunächst keine Gruppe. Allerdings hatte die Terrormiliz "Islamischer Staat", die einen Ableger in dem Gebiet hat, zuletzt ein Video veröffentlicht, in dem sie Angriffe auf Christen in Ägypten ankündigt. In dem Video soll auch der angeblich Selbstmordattentäter zu sehen sein, der im Dezember fast 30 koptische Christen in der Kairoer Kirche Sankt Peter und Paul getötet hatte. Die ägyptische Bevölkerung besteht zu etwa zehn Prozent aus Christen.

Quelle: Apa/Dpa

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