Weltpolitik

AfD-Vize fordert weitreichendes Einreiseverbot für Muslime

Der Vizechef der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Alexander Gauland, hat ein weitreichendes Einreiseverbot für Muslime nach Deutschland gefordert. "Wir sollen nur diejenigen Muslime ins Land lassen, die wirklich um ihr Leben fürchten müssen", sagte Gauland den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag.

AfD-Vize Alexander Gauland.  SN/APA (AFP)/JOHN MACDOUGALL
AfD-Vize Alexander Gauland.

Naheliegend sei "ein genereller Einreisestopp für Menschen aus muslimischen Ländern, in denen die politische Lage stabil ist", sagte der Vize-Chef der Partei. Schutzsuchende aus Nordafrika seien "offensichtlich Wirtschaftsflüchtlinge".

"Eine westliche Gesellschaft, in der die Muslime einen immer größeren Anteil haben, bekommt Probleme", fuhr Gauland fort. Der muslimische Glaube sei "etwas völlig anderes" als der christliche. "Der Islam, der einen politischen Anspruch erhebt, ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar." Deswegen sei er bei der Zuwanderung von Muslimen sehr skeptisch.

US-Präsident Donald Trump hatte nur wenige Tage nach seinem Amtsantritt in den USA im Jänner einen Einreisestopp gegen Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern verhängt. Die Maßnahmen wurden von der Justiz vorläufig gestoppt.

(Apa/Ag.)

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