Weltpolitik

AKW Mochovce: Laut Köstinger "nur Etappensieg"

Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat nach der Verschiebung des Betriebsbeginns zweier Reaktoren des slowakischen Atomkraftwerks Mochovce darauf hingewiesen, dass es sich dabei nur um einen "Etappensieg" handle. "Ich warne davor, zu glauben, dass das alles ist", so Köstinger vor dem Ministerrat am Mittwoch. Zudem erteilte sie der Atomkraft in Europa insgesamt eine Absage.

Köstinger erteilte der Atomkraft in Europa insgesamt eine Absage SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Köstinger erteilte der Atomkraft in Europa insgesamt eine Absage

"Ich sehe die Atomkraft sicher nicht als Zukunftstechnologie", betonte Köstinger. Die Umweltministerin warnte auch davor, unter dem "Deckmantel des Klimaschutzes" der Atomkraft das Wort zu reden: "Das ist der falsche Weg". Die österreichische Regierung wolle, dass ein atomfreies Europa in den EU-Verträgen verankert wird.

Die Inbetriebnahme der Blöcke 3 und 4 des Atomkraftwerks war ursprünglich schon für 2012 und 2013 geplant, erinnerte Köstinger: "Seitdem wurde sie sieben Mal verschoben." Und auch jetzt sei "kein Ende in Sicht". Unsere Forderung ist klar: "Wir wollen, dass alle unsere Sicherheitsbedenken ausgeräumt werden." In diesem Zusammenhang forderte Köstinger eine Überprüfung durch internationale Inspektoren. Man sei diesbezüglich an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) herangetreten. Die Anforderung müsse aber von der Slowakei kommen, hieß es.

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