Weltpolitik

Amerikas Zeitungen wehren sich

US-Präsident Donald Trump führt Krieg gegen kritische Medien. Nun melden sich 350 Zeitungen mit einem dramatischen Aufruf für die Pressefreiheit zu Wort.

Mehr als 300 Zeitungen folgten dem Aufruf des „Boston Globe“. Darunter Branchengrößen wie die „New York Times“, aber auch viele Lokalzeitungen. SN/AP
Mehr als 300 Zeitungen folgten dem Aufruf des „Boston Globe“. Darunter Branchengrößen wie die „New York Times“, aber auch viele Lokalzeitungen.

Das "Topeka Capital-Journal", die zweitgrößte Zeitung im US-Bundesstaat Kansas, war eine der wenigen, die vor zwei Jahren zur Wahl von Donald Trump aufriefen. Umso überraschter dürften die Leser gewesen sein, als sie das Blatt am Donnerstag aufschlugen. "Die Presse ist nicht der Feind des Volkes", war der Leitartikel überschrieben. Der Kommentator betonte, dass das vom Präsidenten gern benutzte Schimpfwort in Stalins Sowjetunion gegen Dissidenten und in Nazi-Deutschland gegen Juden verwendet worden sei. "Journalisten sind es gewöhnt, beleidigt zu werden", hieß es weiter. "Aber ein Feind des ganzen Volkes genannt zu werden ist etwas anderes. Es ist unheimlich. Es ist zerstörerisch. Und es muss nun enden!"

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