Weltpolitik

Amnesty wirft Kubas Präsidenten Diaz-Canel Repression vor

Amnesty International (AI) hat Kubas Präsidenten Miguel Diaz-Canel anhaltende staatliche Repression vorgeworfen. Während der ersten 100 Tage seiner Präsidentschaft habe ihre Organisation alarmierende Berichte über willkürliche Festnahmen von Menschenrechtlern erhalten, teilte die AI-Amerika-Leiterin Erika Guevara am Freitag mit.

Diaz-Canel (links) mit Vorgänger Raul Castro SN/APA (AFP)/YAMIL LAGE
Diaz-Canel (links) mit Vorgänger Raul Castro

Die Reform der kubanischen Verfassung, die unter anderem die Ehe für Alle vorsieht, stehe anhaltenden Kontrollen durch die Behörden des sozialistischen Inselstaats gegenüber. In einer Stellungnahme nannte die Menschenrechtsorganisation Fälle wie den des kubanischen Umweltaktivisten Ariel Ruiz Urquiola, dem wegen "Missachtung" eine Gefängnisstrafe droht. "Die neue kubanische Regierung hat immer noch die Möglichkeit, die repressive Staatsmaschinerie abzubauen", so Guevara.

Der 58-Jährige Diaz-Canel begeht am Samstag seinen 100. Tag im Amt des Präsidenten, er ist der erste Staatschef des Karibikstaats seit der Revolution von 1959, der nicht den Nachnamen Castro trägt.

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