Weltpolitik

An Viktor Orbán scheiden sich die schwarz-blauen Geister

Die österreichische Ratspräsidentschaft gibt in der Ungarn-Frage ein zwiespältiges Bild ab.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist mittlerweile auf Distanz zum ungarischen Regierungschef Viktor Orban gegangen. Orban und seine Partei Fidesz zählen zur konservativen Fraktion in der EU.  SN/APA/AFP/JOE KLAMAR
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist mittlerweile auf Distanz zum ungarischen Regierungschef Viktor Orban gegangen. Orban und seine Partei Fidesz zählen zur konservativen Fraktion in der EU.

Wer Othmar Karas und Harald Vilimsky in Brüssel oder Straßburg beobachtet, käme nie auf die Idee, dass deren Mutterparteien in Österreich in ein und derselben Regierung sitzen. In Wien regieren Sebastian Kurz (ÖVP) und Heinz-Christian Strache (FPÖ) miteinander. Im EU-Parlament versucht Karas, der langjährige Delegationsleiter der ÖVP-Abgeordneten, an FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky und dem Rest der blauen EU-Mandatare politisch nicht anzustreifen. Letztgenannte sind Mitglieder in der rechtsgerichteten ENF-Fraktion, der auch die Partei der Französin Marine Le Pen oder die Lega von Matteo Salvini angehören. Für Karas will die ENF die Europäische Union zerstören. Daher: keine Zusammenarbeit.

Weiterlesen wenn Sie mehr wissen wollen

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 21.11.2018 um 06:34 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/an-viktor-orban-scheiden-sich-die-schwarz-blauen-geister-39929011