Weltpolitik

Angriff auf Sinai: Mindestens acht Soldaten getötet

Bei einem Angriff auf einen Armeekontrollpunkt auf dem Sinai sind mindestens acht Soldaten getötet worden. Eine "Gruppe bewaffneter Terroristen" habe den Stützpunkt im Norden der Halbinsel am Donnerstag attackiert, teilte ein Armeesprecher mit. Die Angreifer hätten eine Autobombe gezündet, sich dann Schusswechsel mit den Sicherheitskräften geliefert und ein weiteres Fahrzeug in die Luft gesprengt.

Dabei seien acht Soldaten und drei Jihadisten getötet worden, hieß es. Die ägyptischen Sicherheitskräfte kämpfen auf der Sinai-Halbinsel gegen den lokalen Ableger der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Die Salafistengruppe, einst als Ansar Beit al-Maqdis bekannt, schwor dem IS im November 2014 die Treue und tritt seitdem als dessen "Wilayat Sinai" (Arabisch für Provinz Sinai) auf. Die Behörden machen sie für den Tod von hunderten Polizisten und Soldaten seit 2013 auf der Halbinsel verantwortlich. Zu dem Angriff am Donnerstag bekannte sich zunächst niemand.

Der jihadistische Aufstand dort begann nach der Entmachtung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch den damaligen Armeechef und heutigen Präsidenten Fattah al-Sisi. Die Gruppe Provinz Sinai hatte sich auch dazu bekannt, eine Bombe in dem russischen Flugzeug platziert zu haben, bei dessen Absturz im Oktober 2015 auf dem Sinai alle 224 Insassen getötet wurden.

Quelle: Apa/Ag.

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