Weltpolitik

Assad mit Ansatz zur Konfliktlösung einverstanden

Der internationale Sondergesandte Kofi Annan hat sich nach eigenen Angaben mit dem syrischen Staatschef Assad über das weitere Vorgehen zur Lösung des Syrien-Konflikts verständigt.

Assad mit Ansatz zur Konfliktlösung einverstanden SN/apa (epa)
Annan schöpft neue Hoffnung.

Diese Überlegungen wolle er nun den Rebellen vorlegen, sagte Annan nach einem Gespräch mit Assad in Damaskus. Weitere Details dazu wollte er zunächst nicht nennen.

Wichtig sei es, einen politischen Dialog zu führen, den Assad akzeptieren könne. Das Gespräch sei jedenfalls "offen" und "konstruktiv" gewesen. Vonseiten des oppositionellen syrischen Nationalrates kam hingegen scharfe Kritik.

"Wir haben über die Notwendigkeit eines Endes der Gewalt diskutiert und über Wege, wie dies erreicht werden kann", sagte Annan nach dem Treffen in einem Hotel in Damaskus. Über seine Einigung mit Assad wolle er nun mit der "bewaffneten Opposition" reden, fügte der Syrien-Gesandte von UNO und Arabischer Liga hinzu. Zuvor hatte bereits das syrische Außenministerium mitgeteilt, das Gespräch zwischen Annan und Assad sei "konstruktiv" und "gut" gewesen.

Annan war am Sonntag zu seinem dritten Besuch nach Syrien gereist. Zuvor hatte er in einem Zeitungsinterview das Scheitern seiner bisherigen Bemühungen um ein Ende der Gewalt in Syrien eingestanden. Es seien bereits große Anstrengungen unternommen worden, um die Krise auf "friedliche und politische Weise" beizulegen, sagte der frühere UNO-Generalsekretär der französischen Zeitung "Le Monde". "Offenkundig haben wir es nicht geschafft."

Der syrische Nationalrat kritisierte Annans Besuch in Damaskus. Annan treffe sich trotz der anhaltenden Gewalt in dem Land mit "Symbolen des syrischen Regimes", wohingegen er einem Treffen der Syrien-Kontaktgruppe am Freitag in Paris ferngeblieben sei, erklärte die größte syrische Oppositionsgruppe.

Quelle: Apa/Ag.

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