Weltpolitik

Assads Folterknecht muss für den Rest seines Lebens in Haft

In Koblenz wurden zum ersten Mal überhaupt die Gräueltaten im syrischen Bürgerkrieg vor einem Gericht verhandelt.

Wafa Mustafa wartete vor dem Gerichtsgebäude inmitten von Bildern der Opfer auf das Urteil. In Händen ein Bild ihres Vaters.  SN/AFP
Wafa Mustafa wartete vor dem Gerichtsgebäude inmitten von Bildern der Opfer auf das Urteil. In Händen ein Bild ihres Vaters.

Mehr als 20 Zeugen zeichneten in den 108 Verhandlungstagen vor dem Oberlandesgericht Koblenz ein dramatisches Bild der systematischen Folter des Assad-Regimes im syrischen Bürgerkrieg. Überlebende der Torturen berichteten, wie Gefangene an den Handgelenken aufgehängt, geschlagen und mit Elektroschocks traktiert wurden. Es wurde berichtet von Toten mit herausgerissenen Zehennägeln und abgetrennten Geschlechtsorganen. Von Vergewaltigungen und sexueller Gewalt.

Die Berichte belasteten den Hauptangeklagten von Koblenz schwer. Vor dem Gericht saß seit April 2020 der heute 58-jährige Anwar R., ein ehemaliger ...

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