Weltpolitik

Attentäter von Istanbul war Jihadist aus Usbekistan

Der mutmaßliche Attentäter von Istanbul kommt Presseberichten zufolge aus Usbekistan. Türkische Geheimdienste und die Anti-Terror-Polizei von Istanbul hätten den immer noch flüchtigen Täter als 34 Jahre alten Usbeken identifiziert, berichteten "Hürriyet" und andere türkische Tageszeitungen am Sonntag.

Der Attentäter tötete in der Silvesternacht 39 Menschen.  SN/APA (AFP)/OZAN KOSE
Der Attentäter tötete in der Silvesternacht 39 Menschen.

Er gehöre einer zentralasiatischen Zelle der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) an und trage den Kampfnamen Abu Mohammed Chorassani. Eine offizielle Bestätigung für die Informationen gab es nicht. In früheren Berichten hatte es geheißen, bei dem Attentäter handle es sich um einen Kirgisen oder einen Uiguren aus China.

Der Attentäter hatte in der Silvesternacht 39 Menschen in dem Istanbuler Nachtclub "Reina" getötet. Unter den Toten waren 27 Ausländer. Trotz intensiver Fahndung ist er immer noch auf der Flucht. Einigen Berichten zufolge könnte er sich noch in Istanbul aufhalten. Die türkischen Behörden hatten Fahndungsfotos von dem mutmaßlichen Täter veröffentlicht. Zu dem Anschlag hatte sich die IS-Miliz bekannt.

Nach dem Ende der Sowjetunion war Usbekistan entschieden gegen militante Islamisten vorgegangen. Der mit harter Hand regierende langjährige Staatschef Islam Karimow starb im vergangenen Jahr.

Es wird vermutet, dass IS-Kämpfer aus zentralasiatischen Ländern, darunter Kirgistan und Usbekistan, sowie aus Tschetschenien und der russischen Kaukasusrepublik Dagestan auch eine Rolle bei dem dreifachen Selbstmordanschlag auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen spielten, bei dem im Juni 47 Menschen starben.

Quelle: Apa/Ag.

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