Weltpolitik

Attentate durch Frauen als neue IS-Strategie

Nach dem vereitelten Anschlag dreier Frauen in Paris warnt der französische Islamologe Mathieu Guidere vor einer neuen Strategie der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Es sei das erste Mal, dass der IS Frauen zum Einsatz als "Mujahidda", Kämpferin für Gott, aufgefordert habe, sagte der Spezialist in einem Interview der französischen Tageszeitung "Le Figaro" vom Samstag.

Attentate durch Frauen als neue IS-Strategie SN/APA (AFP)/GEOFFROY VAN DER HASSE
Experte warnt vor neuer Strategie der Terrorgruppe.

Unzählige Frauen hätten daraufhin im Internet geantwortet "Auch ich will eine "Mujahidda" sein". Für diese neue Strategie führt Guidere mehrere Gründe an. Einer liege in der militärischen Defensive des IS in Syrien und Irak. Außerdem sei es für Frauen schwieriger geworden, sich den Jihadisten in Syrien anzuschließen. "Eine Frau allein unterwegs in der Türkei zieht die Aufmerksamkeit an", erklärte der Autor zahlreicher Veröffentlichungen über Diskursstrategien des Islams, Propaganda und Sicherheit. Heute sollen sich 700 islamistische Franzosen in Syrien befinden, darunter 275 Frauen.

Die Polizei hatte am Donnerstag bei einer Anti-Terroraktion rund 25 Kilometer südlich von Paris drei Frauen festgenommen. Sie wollten ein Terrorattentat in Paris verüben. Frankreich ist in den vergangenen Monaten von mehreren Attentaten erschüttert worden. Erstmals wurde ein schwerer Anschlag von Frauen geplant.

Quelle: Apa/Dpa

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