Weltpolitik

Ban kritisiert Trump: "Auf falscher Seite der Geschichte"

Der ehemalige UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat heftige Kritik an US-Präsident Donald Trump geübt. Dessen Slogan "America First" vermittle eine falsche Vision. Der Ausstieg aus dem Klimaabkommen sei politisch kurzsichtig und verantwortungslos, erklärte Ban in einem Mittwochabend ausgestrahlten Interview in der "ZiB 2".

Ban Ki-moon kritisiert die "America First"-Politik SN/APA (AFP)/PHILIPPE LOPEZ
Ban Ki-moon kritisiert die "America First"-Politik

Damit würde Trump auf der "falschen Seite der Geschichte" stehen, sagte der frühere südkoreanische Außenminister und Ex-Botschafter, der sich anlässlich der Präsentation des neuen "Ban-Ki-moon-Centre for Global Citizens" in Wien aufhielt.

Zur von Washington angekündigten Kürzung von Beitragszahlungen an die UNO meinte er, die USA seien der größte Beitragszahler. Er habe sich als UNO-Generalsekretär stets bemüht, zu sparen und Bürokratie abzubauen. Wenn die UNO aber nicht genügend Finanzmittel zur Verfügung habe, könnte dies negative Folgen etwa für die Armutsbekämpfung, Gesundheitsprojekte oder Friedensoperationen haben.

Altpräsident Heinz Fischer sagte in der selben Sendung, dass er das neue Institut Bans in Wien mit ganzer Kraft unterstützen werde, das konkrete Projekte etwa für Jugend, Frauen, Bildung und Friedenssicherung unterstützen solle. Bezüglich der EU mahnte Fischer die Solidarität aller Mitgliedsländer ein. Man könne nicht nur Vorteile in Anspruch nehmen sondern müsse auch Lasten tragen.

Quelle: APA

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