Weltpolitik

Banknoten vom Drogenboss

In der Coronakrise geben sich Mexikos Kartelle stärker denn je als Wohltäter. In Sinaloa spucken Bankomaten sogar Peso-Noten mit Widmung von "El Chapo" aus - die akzeptiert werden.

Die mexianische Auflage der Zeitung „El Pais“ hat eine der Banknoten mit dem Stempel„De du amigo JGL“ abgebildet.„Von deinem Freund JGL“. Die Initialen stehen für den Namen von Drogenboss Joaquin Guzmán Loera. SN/twitter
Die mexianische Auflage der Zeitung „El Pais“ hat eine der Banknoten mit dem Stempel„De du amigo JGL“ abgebildet.„Von deinem Freund JGL“. Die Initialen stehen für den Namen von Drogenboss Joaquin Guzmán Loera.

Wer dieser Tage im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa am Geldautomaten Pesos abhebt, bekommt dann und wann einen Schein mit einem ungewöhnlichen Aufdruck in die Hände. In der Heimat des gleichnamigen Kartells spucken die Cash-Maschinen 200-Peso-Scheine mit einer - man könnte sagen: regionalen - Grußformel aus. "De su amigo JGL", prangt ein roter Stempelaufdruck an der Seite oder in der Mitte von Tausenden Scheinen. "Von Ihrem Freund JGL". Gemeint, und das weiß in Sinaloa sprichwörtlich jedes Kind, ist Joaquín Guzmán Loera. "El ...

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Aufgerufen am 20.10.2021 um 06:59 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/banknoten-vom-drogenboss-93777151