Weltpolitik

Beobachter - Tote bei Angriffen syrischer Regierungstruppen

In Syrien sind bei Luftangriffen auf den letzten großen Rückzugsraum der Rebellen Beobachtern zufolge zahlreiche Zivilisten getötet worden. Bei einer von Russland unterstützten Offensive der Regierungstruppen seien in der Ortschaft Deir Sharki im Nordwesten Syriens am Samstag sieben Familienmitglieder getötet worden, darunter auch Kinder. Sieben weitere Menschen sollen andernorts gestorben sein.

Am Freitag starben bereits 13 Menschen bei Luftangriffen auf die Ortschaft al-Haas, darunter eine schwangere Frau. Die Menschen hatten den Angaben zufolge dort Zuflucht gesucht, nachdem sie aus einer anderen Region geflohen waren.

Den Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge sind seit Beginn der Offensive Ende April mehr als 730 Menschen getötet worden. Die Vereinten Nationen sprechen von mehr als 500 getöteten Zivilisten. Am Freitag hatte Frankreich ein sofortiges Ende der Kämpfe gefordert. Das Außenministerium in Paris hatte hinzugefügt, vor allem Angriffe auf Flüchtlingslager seien zu verurteilen.

Russland und die syrische Regierung um Präsident Baschar al-Assad haben wiederholt betont, ihre Einsatzkräfte hätten nicht Zivilisten zum Ziel, sondern Aufständische etwa der Nusra-Front, einer Dschihadisten-Organisation. Im Nordwesten Syriens inklusive der dortigen Provinz Idlib liegt die letzte große Rückzugsregion der Regierungsgegner.

Quelle: Apa/Ag.

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