Weltpolitik

Bericht: Trump hat Stiftung für persönliche Zwecke genutzt

Die karitative Stiftung beglich Rechnungen für den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump in Höhe von 258.000 Dollar (231.000 Euro).

Bericht: Trump hat Stiftung für persönliche Zwecke genutzt SN/APA (AFP/Getty)/JOE RAEDLE
Trump weigert sich, seine Finanzen offen zu legen.

Unter anderem habe die Stiftung im Jahr 2007 100.000 Dollar an einen Veteranenverband gezahlt, nachdem Trump in einem Streit mit der Stadt Palm Beach einen Vergleich erzielt hatte, berichtete die Zeitung. Dabei sei es um eine zu hohe Fahnenstange auf einem seiner Grundstücke gegangen.

Die "Washington Post" analysierte in den vergangenen Wochen die Finanzen der Stiftung und fand nach eigenen Angaben heraus, dass Trump selbst seit 2009 keinen Dollar mehr an die Stiftung zahlte. Stattdessen werde sie durch Spenden Dritter finanziert. Gleichzeitig zahle die Stiftung für Dinge, die allein Trump oder seinen Unternehmen zu Gute kamen - wie ein für 20.000 Dollar ersteigertes Porträt des Geschäftsmannes.

Eine Sprecherin von Trumps Konkurrentin Hillary Clinton sagte zu dem Bericht, es sei "höchste Zeit", dass Trump seine Finanzen offenlege.

In den USA hat jeder aussichtsreiche Präsidentschaftskandidat seit Richard Nixon vor der Wahl seine Steuererklärungen veröffentlicht. Clinton war dieser Tradition Mitte August gefolgt, auch ihr Vizekandidat Tim Kaine und Trumps Vizekandidat Mike Pence legten ihre Finanzen offen. Nur Trump selbst weigert sich beharrlich. Er argumentiert, dass er seine Steuererklärung wegen einer seit Jahren laufenden Steuerprüfung nicht veröffentlichen könne.

Für Aufsehen sorgte zudem die Meldung, dass der ehemalige republikanische US-Präsident George Bush bei der Präsidentenwahl angeblich für die Demokratin Hillary Clinton stimmen will. "Der Präsident hat mir gesagt, dass er für Hillary stimmen wird!!", erklärte Kathleen Kennedy Townsend, Nichte des ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy, auf ihrer Facebook-Seite. Auf einem Foto ist zu sehen, wie sie dem 92-jährigen Bush die Hand schüttelt. Die Nachrichten-Website Politico veröffentlichte das Foto mit dem Kommentar.

Die 63-jährige Demokratin Townsend ist ehemalige Vize-Gouverneurin des Bundesstaates Maryland und Tochter des früheren US-Justizministers Robert Kennedy, der 1968 ermordet worden war. Ihr Onkel John F. Kennedy war von 1961 bis 1963 US-Präsident. Auf Facebook nennt sie sich Kathleen Hartington und verwendet ihren zweiten Namen.

Ein Sprecher von Bush, der von 1989 bis 1993 Präsident der Vereinigten Staaten war, antwortete ausweichend. "Das Votum, das Präsident Bush als ein Privatmann in rund 50 Tagen abgibt, wird genau das sein: ein privates Votum, das in rund 50 Tagen abgegeben wird", erklärte Jim McGrath am Dienstag. Bush werde das Rennen um die Präsidentschaft nicht kommentieren.

Der Bush-Clan hat dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump seine Unterstützung verweigert. Weder Bush Senior noch einer seiner Söhne, darunter Ex-Präsident George W. Bush und Jeb Bush, Ex-Gouverneur von Florida und ehemaliger Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur 2016, nahmen am Nominierungsparteitag der Republikaner im August teil.

Quelle: Apa/Ag.

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