Weltpolitik

Berichte über Tod von deutscher Geisel auf den Philippinen

Die Regierung der Philippinen prüft nach eigenen Angaben Berichte, wonach eine deutsche Geisel angeblich hingerichtet worden sein soll.

"Trotz andauernder Bemühungen von Gruppen und Sicherheitskräften habe ich Berichte über die angebliche Enthauptung einer deutschen Geisel auf Jolo am Sonntagnachmittag erhalten", teilte der für den Friedensprozess zuständige Präsidentenberater Jesus Dureza mit.

Die Bemühungen, diese Berichte zu bestätigen, dauerten noch an, sagte Dureza. Dies habe ihm der Oberst der Task Force in der Provinz Sulu am Sonntagabend am Telefon mitgeteilt. Generalmajor Carlito Galvez, ein regionaler Militärkommandant, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Armee werde den Tod der Geisel nur bestätigen, wenn es eine Leiche gebe.

Abu Sayyaf hatte mit der Ermordung des vor knapp vier Monaten entführten 70-jährigen Deutschen gedroht, wenn sie nicht bis Sonntag, 08.00 Uhr MEZ, ein Lösegeld erhält. Eine offizielle Stellungnahme des Auswärtigen Amtes in Berlin gab es zunächst nicht. Die philippinische Luftwaffe griff am Wochenende Verstecke der Terrorgruppe Abu Sayyaf an.

Unterdessen sind in Nigeria zwei deutsche Archäologen wenige Tage nach ihrer Entführung wieder freigekommen. Die beiden Forscher seien im Ort Katari nördlich der Hauptstadt Abuja in der Nacht auf Sonntag freigelassen worden, teilte der Polizeisprecher des Bundesstaats Kaduna, Usman Aliyu. Sie seien körperlich unversehrt. Ob ein Lösegeld bezahlt wurde, war zunächst nicht klar.

Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, die beiden vermissten Professoren der Goethe-Universität Frankfurt seien in der Obhut der Botschaft in Abuja. Ihnen gehe es den Umständen entsprechend gut. Der Sprecher des Gouverneurs von Kaduna teilte mit, Sicherheitskräfte hätten für die Freilassung der Deutschen gesorgt.

Quelle: Apa/Dpa

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