Weltpolitik

Bewaffnete stürmten Klinik im Süden Afghanistans

Bei einem Gefecht mit zwei als Ärzte verkleideten Männern im größten Krankenhaus der südafghanischen Provinz Kandahar sind drei Menschen getötet worden. Unter ihnen seien die beiden Angreifer und ein Angestellter des Krankenhauses, sagte ein Sprecher der Polizei.

Patienten, Ärzte oder Besucher sind demnach bei dem mehr als zweistündigen Gefecht nicht zu Schaden gekommen. Ein Klinik-Angestellter und ein Mitglied der Sicherheitskräfte seien verletzt worden.

Die beiden Bewaffneten waren am ersten Tag des heiligen Eid-Festes gegen Mittag in die vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes unterstützte Klinik eingedrungen. Trotz ihrer Verkleidung wurden sie schon in der Halle erkannt. Bisher hat sich niemand zu der Tat bekannt.

Das Mirwais-Krankenhaus in Kandahar-Stadt ist laut IKRK die einzige große chirurgische Klinik in Südafghanistan. Es diene als Anlaufstelle für mehr als fünf Millionen Menschen. Die Ärzte und Helfer brächten täglich Dutzende Babys zur Welt, behandelten aber auch Kriegsverletzte in einer Abteilung für "Kriegschirurgie".

Erst vor einer Woche hatten die radikalislamischen Taliban das Büro und das Gästehaus der internationalen Hilfsorganisation Care in der Hauptstadt Kabul angegriffen. Sechs Menschen waren verletzt worden.

Quelle: Apa/Dpa

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