Weltpolitik

Boot mit 150 Migranten vor libyscher Küste gerettet

Das Boot mit Dutzenden Migranten an Bord, das vor der Küste Libyens in Seenot geraten ist, ist von der libyschen Küstenwache gerettet worden. 100 Migranten wurden von einem libyschen Schiff in Sicherheit gebracht, teilte Italiens Behörden in einer Presseaussendung am Montag mit.

Zuvor hatte die NGO Mediterranea Saving Humans den sofortigen Einsatz der italienischen und maltesischen Marine und Küstenwache zur Rettung der Migranten gefordert. An Bord des Schiffes befänden sich mindestens 50 Frauen und 30 Kinder. Das Boot sei aus der libyschen Stadt Al-Chums abgefahren, der Motor funktioniere nicht mehr. Einigen Menschen an Bord gehe es schlecht, schrieb die NGO.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini bekräftige, dass Italiens Häfen NGO-Schiffen geschlossen bleiben. "Ich habe die Bilder von zwei Schlauchbooten erhalten, die von Libyen abgefahren sind. Wir arbeiten, damit sie von der libyschen Küstenwache zurückgeführt werden. Nach Italien gelangt man mit Aufenthaltsgenehmigung, nicht auf Schiffen, oder Schlauchbooten", kommentierte Salvini nach Medienangaben.

Auch die türkische Küstenwache rettete am Montag dutzende Migranten. 69 Menschen wurden vor der westtürkischen Küste aus einem sinkenden Schlauchboot gerettet - unter ihnen 36 Kinder. Der Motor des Bootes habe gestreikt, berichtete die regierungsnahe Zeitung "Daily Sabah". Die Passagiere seien vor dem Bezirk Kusadasi in Seenot geraten. Die griechische Insel Samos ist von hier nicht weit entfernt.

Dem Bericht zufolge handelte es sich bei den Geretteten um Afghanen. Offiziellen Angaben zufolge hat die Türkei mehr als 3,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Hinzu kommen Menschen aus Afghanistan und dem Irak. Immer wieder versuchen Flüchtlinge und Migranten, von der Türkei aus auf eine der griechischen Inseln und damit in die EU zu gelangen.

Quelle: APA

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