Weltpolitik

Boxtrainer als mutmaßlicher IS-Anwerber festgenommen

Die Polizei hat in Spanien einen mutmaßlichen Angehörigen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gefasst, der Menschen zur Verübung von Anschlägen in Europa angeworben haben soll. Der legal in Spanien wohnende Boxtrainer aus Marokko sei am Montag in der Küstenstadt San Sebastian im Norden des Landes festgenommen worden, teilte das Innenministerium in Madrid mit.

Der Mann habe sich seit 2010 auch der Indoktrinierung gewidmet, hieß es. Der Festgenommene war den Angaben zufolge bei der Anwerbung im Internet oder durch persönliche Kontakte als Box-Trainer "sehr aktiv". Die von ihm angeheuerten Personen - vorwiegend "von sozialer Ausgrenzung bedrohte junge Menschen" - seien den Erkenntnissen zufolge in die Türkei geschickt worden. Dort seien sie dann ausgebildet worden, um Anschläge in Europa zu verüben.

Der Marokkaner führte laut Ministerium eine IS-Zelle an, der unter anderem mindestens zwei weitere Männer angehörten, die in den vergangenen Wochen jeweils in Marokko sowie im französischen Straßburg gefasst wurden. Die Behörden betonten, seit der Anhebung des Terroralarms auf die zweithöchste Stufe 4 im Sommer 2015 seien in Spanien bisher insgesamt 181 Jihadisten festgenommen worden.

Quelle: Apa/Dpa

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