Weltpolitik

Brandanschlag auf drei Polizeiautos in Dresden

Trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen wegen der Einheitsfeierlichkeiten ist in Dresden ein Brandanschlag auf Polizeiautos verübt worden.

Brandanschlag auf drei Polizeiautos in Dresden SN/APA/../Roland Halkasch
Totalschaden: Die Täter steckten insgesamt drei Polizeiautos in Brand.

Unbekannte zündeten die drei Einsatzwagen in der Nacht auf Sonntag an. Die Polizei geht von einer politisch motivierten Tat aus. Rund 2,5 Kilometer von Brandort entfernt wurden in der Nacht zudem Graffiti gesprüht, darunter der Spruch: "Ganz Dresden hasst die Polizei". Ein Verdächtiger wurde in der Nähe des Tatorts festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei sieht "einen Zusammenhang zum aktuellen Polizeieinsatz anlässlich des Tages der Deutschen Einheit".

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), der Vertreter islamischer Gemeinden zum islamischen Neujahrsfest ins Rathaus geladen hatte, wurde von Pegida-Anhängern scharf angegangen und mit "Hau ab"- und "Volksverräter"-Rufen empfangen.

Vor dem Rathaus protestierten zudem mehrere Menschen gegen eine Verschleierung muslimischer Frauen. Als ein Mann von der Polizei weggeführt wurde, kam es zu Tumulten. Laut Einsatzleitung wurde Hilbert dabei auch angegriffen.

Für die Einheitsfeierlichkeiten gelten in Dresden verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Hintergrund sind die Sprengstoffanschläge auf eine Moschee und ein Kongresszentrum vom vergangenen Montag. Am Donnerstag wurde zudem eine Sprengstoffattrappe gefunden.

Die Feierlichkeiten begannen am Samstag mit einem großen Bürgerfest, zu dem bis Montag täglich rund 250.000 Menschen erwartet werden. Zum offiziellen Festakt am Montag werden der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Dresden erwartet. Es sind mehrere Demonstrationen angekündigt. Unter anderem will die islamfeindliche Pegida-Bewegung wie jeden Montag durch die Stadt marschieren. Die Kundgebung trägt das Motto "Ausgemerkelt und Ausgegauckt".

(Apa/Ag.)

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