Weltpolitik

Bulgarien schickt 28 Flüchtlinge zurück nach Griechenland

Bulgarien hat 28 illegal aus Griechenland eingereiste irakische Flüchtlinge in das Nachbarland zurückgeführt. Sie hatten in Griechenland ausgestellte Dokumente bei sich, teilte das bulgarische Innenministerium am Freitag mit. Die Menschen, unter ihnen sechs Frauen und 16 Kinder und Jugendliche, waren vor zwei Wochen in der bulgarischen Grenzregion Kardschali festgehalten worden.

Die Regierung in Sofia will verhindern, dass nach der Schließung der Westbalkanroute im März durch das östlicher gelegene Bulgarien eine neue Flüchtlingsroute nach Mittel- und Westeuropa entsteht. Wie das Staatsradio am Freitag in Sofia berichtete, wolle die EU-Grenzschutzagentur Frontex auf Ersuchen aus Sofia die Kontrolle an den bulgarischen Grenzen zur Türkei und Serbien verstärken. In Bulgarien werden nach Darstellung von Regierungschef Boiko Borissow bis zu 200 illegal in das EU-Land gelangte Migranten pro Tag gefasst, die vor allen aus der Türkei einreisen.

Quelle: Apa/Dpa

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