Weltpolitik

Chance auf Syrien-Einigung bei G-20 scheint verpasst

Die USA und Russland scheinen beim G-20-Gipfel die Chance auf einen Kompromiss für eine Waffenruhe im Bürgerkriegsland Syrien verpasst zu haben. Zwar trafen sich die Präsidenten Barack Obama und Wladimir Putin am Montag in der chinesischen Stadt Hangzhou. Doch zuvor waren nach Nachrichtenagentur-Informationen Gespräche der Außenminister John Kerry und Sergej Lawrow ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Chance auf Syrien-Einigung bei G-20 scheint verpasst SN/APA (AFP)/ALEXANDER NEMENOV
Putin und Obama trafen einander am Rande des G-20Treffens.

Diplomaten sprachen von "technischen Fragen", die einer Einigung im Weg stünden. Die beiden Mächte verhandeln seit Monaten über ein abgestimmtes Vorgehen in Syrien. Die USA wollen vor allem erreichen, dass Syrien und Russland Angriffe auf Zivilisten einstellen und den Weg frei machen für humanitäre Hilfe in belagerten Gebieten, zum Beispiel im Ostteil von Aleppo. In fünf Jahren Bürgerkrieg gegen den syrischen Präsidenten Bashar Al-Assad sind etwa 400.000 Menschen getötet worden. Fünf Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Obama hatte schon am ersten Gipfeltag in Hangzhou erklärt, es gebe noch Meinungsverschiedenheiten mit Russland. "Wenn die Russen nicht Zugeständnisse machen, die Gewalt zu reduzieren und die humanitäre Krise zu lindern, wird es schwierig, die nächste Phase zu erreichen", sagte der US-Präsident. Er sah eine Waffenruhe als Vorbedingung für weitergehende Friedensgespräche.

Quelle: Apa/Dpa

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