Weltpolitik

China verärgert über Oettingers "Schlitzaugen"-Äußerung

Mit Verärgerung hat China am Mittwoch auf die "Schlitzaugen"-Äußerungen von EU-Kommissar Günther Oettinger reagiert. Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums sagte in Peking, die Bemerkungen offenbarten ein "verblüffendes Überlegenheitsgefühl" bei so manchen westlichen Politikern.

China verärgert über Oettingers "Schlitzaugen"-Äußerung SN/APA (dpa)/Sophia Kembowski
Oettinger sorgte schon öfter mit flapsigen Sagern für Aufregung.

"Wir hoffen, dass sie lernen, sich selbst und andere objektiv zu betrachten und andere zu respektieren und als Gleichberechtigte zu behandeln", sagte Hua Chunying.

Oettinger, früherer Ministerpräsident des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg, hatte bei einem Vortrag in Hamburg mit Blick auf die Konkurrenz aus China von "Schlitzohren und Schlitzaugen" gesprochen. Dabei sagte er auch, die Chinesen sähen aus, als hätten sie "alle Haare von links nach rechts mit schwarzer Schuhcreme gekämmt".

Oettinger, der derzeit EU-Kommissar für digitale Wirtschaft ist, soll zum Jahreswechsel das Haushaltsressort übernehmen. Für seine Äußerungen wurde er scharf kritisiert. Er wies den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit zurück und sagte in einem Interview, seine Wortwahl sei "nicht anstößig oder respektlos gemeint gewesen".

Quelle: Apa/Ag.

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