Weltpolitik

Clinton in Umfrage nach erstem TV-Duell vor Trump

Wenige Tage nach dem ersten von drei TV-Duellen hat die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton ihren Vorsprung in der Wählergunst vor ihrem republikanischen Gegenspieler Donald Trump gehalten. Clinton kommt in der am Freitag veröffentlichten Reuters/Ipsos-Erhebung auf 43 Prozent, Trump auf 38.

Clinton in Umfrage nach erstem TV-Duell vor Trump SN/APA (AFP)/TIMOTHY A. CLARY

Auch in den vergangenen vier Wochen war sie im Schnitt immer vier bis fünf Prozentpunkte vor Trump gelegen. Rund 19 Prozent der Umfrage-Teilnehmer waren rund fünfeinhalb Wochen vor der Wahl am 8. November noch unentschlossen. Befragt wurden rund 2.500 US-Bürger, von denen angenommen wurde, dass sie zur Wahl gehen.

Das Fernsehduell am Montag hatte die beste Einschaltquote, die jemals bei einer derartigen Debatte gemessen wurden. Danach erklärten in einer Reuters/Ipsos-Umfrage 56 Prozent der Befragten Clinton zur Siegerin. Lediglich 26 Prozent sahen Trump voran.

Unterdessen hat die US-amerikanische Tageszeitung "USA Today" ihre Leser vor der Wahl des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump gewarnt. In der 34-jährigen Geschichte des Blatts habe man nie bei einer Wahl Partei ergriffen - bis heute, so die Redaktionsleitung der Zeitung. Das Gremium sei einstimmig der Meinung, dass Trump nicht geeignet für das höchste Staatsamt sei.

"Seit dem Tag vor 15 Monaten, als er seine Kandidatur bekannt gab, bis zur ersten Präsidentschaftsdebatte diese Woche hat Trump immer wieder gezeigt, dass ihm jenes Temperament, jenes Wissen, die Stabilität und Aufrichtigkeit fehlen, die Amerika für seine Präsidenten braucht", kritisieren die leitenden Redakteure der Zeitung. Trump sei völlig ungeeignet als Oberkommandierender, er sei ein wiederholter Lügner, er wechsle permanent seine Positionen und er habe seinen ganzen Wahlkampf auf Fanatismus und Fremdenhass aufgebaut. "Seine Vorschläge für Massendeportationen und Religions-Tests stehen im Gegensatz zu Amerikas Idealen."

Außerdem habe Trump die öffentliche Auseinandersetzung "grob" gemacht: "Hätten Sie sich jemals vorstellen können, dass ein Präsidentschaftskandidat bei einer landesweit übertragenen Fernsehdebatte die Größe seiner Genitalien thematisiert?" Trump sei ein "gefährlicher Demagoge", heißt es in dem Aufruf: "Gehen Sie wählen, aber wählen Sie nicht für Trump!"

Quelle: APA

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