Weltpolitik

Clinton liegt vor US-Wahl in Umfragen vor Trump

Einen Tag vor der Präsidentenwahl in den USA liegt die Demokratin Hillary Clinton in mehreren Umfragen vor ihrem Rivalen Donald Trump. Sowohl in der am Montag veröffentlichten Erhebung des Senders CBS als auch in der Umfrage von "Washington Post" und ABC schneidet sie jeweils vier Prozentpunkte besser ab als der Republikaner.

Clinton liegt vor US-Wahl in Umfragen vor Trump SN/AP
Clinton hat laut Umfragen die Nase vorn.

Die Erhebungen wurden erstellt, bevor das FBI Clinton am Sonntag in der wiederaufgeflammten Affäre um E-Mails aus ihrer Zeit als Außenministerin entlastete und erklärte, es gebe keine Anhaltspunkte für eine Anklage.

Die Umfragen bilden die landesweite Stimmung ab. Entscheidend ist aber, wie die Wahl in den einzelnen Bundesstaaten läuft, in denen das Rennen noch als offen gilt. Denn die für einen Sieg notwendigen 270 Wahlleute kommen über das Abschneiden in den jeweiligen Bundesstaaten zusammen. Etwa ein Dutzend sogenannter Swing States gelten als nach wie vor besonders umkämpft. Die Statistik-Website FiveThirtyEight sieht insgesamt nach wie vor Clinton klar im Vorteil.

Das Vorgehen des FBI hat am Sonntag noch für Kritik des republikanischen Kandidaten Trump gesorgt. Bei einem Wahlkampfauftritt im Staat Michigan äußerte Trump Zweifel an der Gründlichkeit der FBI-Ermittlungen.

Der Chef der Bundespolizei, James Comey, hatte zuvor in einem Schreiben an den Kongress mitgeteilt, auch die Prüfung von neu aufgetauchten E-Mails der demokratischen Kandidatin habe keine Anhaltspunkte für eine Anklage ergeben. Ein Clinton-Sprecher äußerte sich erfreut und sagte, damit sei die Angelegenheit erledigt.

Trump widersprach dieser Einschätzung. "Die Ermittlungen werden weitergehen", sagte er in Sterling Heights. Die Behörden würden Clinton nicht entkommen lassen. Trumps Wahlkampfchefin Kellyanne Conway sagte, die neuerliche Entscheidung des FBI ändere "überhaupt nichts". Das FBI habe den Fall "von Anfang an falsch gehandhabt", kritisierte Conway im Sender Fox News. Sie legte den Verdacht nahe, dass Clinton vom FBI begünstigt werde: Offenbar gebe es unterschiedliche Regeln für Clinton und "für uns, die kleinen Leute".

Ähnlich äußerte sich der frühere Parlamentspräsident Newt Gingrich, ein politischer Unterstützer Trumps. "Comey muss unter enormem politischen Druck stehen, um auf derartige Weise einzulenken und etwas zu verkünden, was er überhaupt nicht wissen kann", schrieb der Republikaner auf Twitter.

Quelle: Apa/Ag.

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