Weltpolitik

Clinton präsentiert Unterstützerliste mit 95 Generälen a.D.

Das Militär hat auch für den Wahlkampf in den USA eine immense Bedeutung: Nachdem Donald Trump am Dienstag mit einer Namensliste von 88 ihn unterstützenden Ruhestands-Generälen aufgetrumpft hatte, setzte Hillary Clinton am Mittwoch nach. Ihre Wahlkampfzentrale präsentierte eine Liste mit sogar 95 Generälen a.D., die sich für sie als zukünftige Präsidentin und Oberbefehlshaberin aussprachen.

Clinton präsentiert Unterstützerliste mit 95 Generälen a.D. SN/APA/AFP/BRENDAN SMIALOWSKI
Clinton hat mehr Ex-Generäle unter ihnen Unterstützern als Trump.

"Hillary Clinton ist die einzige Kandidatin, die die Erfahrung hat, den Charakter, die kritische Denkweise und die Führungsfigur auf Augenhöhe ist, die Amerikas Sicherheit gewährleisten kann und unsere Zusammenarbeit mit unseren Partnern aufrechterhält", sagte General Lloyd Newton stellvertretend für die Gruppe.

Trump hatte am Mittwoch erklärt, er wolle die Führung der US-Streitkräfte im Falle seiner Wahl auffordern, innerhalb von 30 Tagen einen Plan vorzulegen, auf welche Weise der Islamische Staat (IS) besiegt werden solle. Seine Kontrahentin Hillary Clinton erklärte, Trump habe keinen Plan.

Clinton selbst betonte, dass eine Entsendung von US-Bodentruppen in den Irak oder nach Syrien im Kampf gegen den Terror ausgeschlossen sei. "Wir schicken niemals wieder Bodentruppen in den Irak", sagte Clinton bei einem Wahlkampfforum zur Sicherheitspolitik in Philadelphia.

Bei der vom TV-Sender MSNBC organisierten Veranstaltung nahmen hintereinander Clinton und ihr republikanischer Kontrahent Donald Trump zu sicherheitspolitischen Themen Stellung. Es werde unter ihrer Führung auch keine Bodentruppen der US-Streitkräfte in Syrien geben, sagte Clinton. Sie setzt damit die Politik von Amtsinhaber Barack Obama fort, der dies ebenfalls ablehnt.

Donald Trump setzte sich bei der Veranstaltung vehement für eine Stärkung der US-Streitkräfte und eine Aufhebung der Finanzgrenzen zu deren Budgets ein. Die Obama-Administration habe die Armee geschwächt. Die Forderung steht im Gegensatz zu früheren Aussagen Trumps, er wolle sich als US-Präsident weniger in internationale Angelegenheiten einmischen und sogar NATO-Partnern im Zweifel nur dann helfen, wenn das Geld stimmt. Trump erneuerte seine Bewunderung für Russlands Präsident Wladimir Putin.

Quelle: Apa/Dpa

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