Weltpolitik

Clintons Wahlkampfzentrale in New York evakuiert

In den USA ist die Wahlkampfzentrale von Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton evakuiert worden, nachdem Mitarbeiter in einem Umschlag eine weiße Substanz entdeckt hatten. Laut New Yorker Polizei befand sich die Sendung zunächst in einem Büro Clintons in Manhattan und wurde dann in die Zentrale in Brooklyn gebracht. Dort wurde am Freitagabend (Ortszeit) das 11. Stockwerk des Gebäudes geräumt.

Clintons Wahlkampfzentrale in New York evakuiert SN/APA (AFP)/ROBYN BECK
Schrecksekunde für das Wahlkampfteam von Hillary Clinton.

Die Substanz war offenbar nicht gefährlich. Eine erste Untersuchung habe ergeben, dass der Umschlag keine gefährliche Substanz enthalten habe, teilte die Polizei mit. Insgesamt hätten vier Personen Kontakt zu der Substanz gehabt. In dem Umschlag war der Polizei zufolge außerdem ein Schreiben, das aber keine Todesdrohungen enthalten habe.

US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat indes ihrem republikanischen Rivalen Donald Trump eine Bedrohung der Demokratie vorgeworfen. Trump habe sich geweigert zu sagen, dass er das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in jedem Fall anerkennen werde. "Indem er das tut, gefährdet er unsere Demokratie", sagte Clinton am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt in Cleveland im Bundesstaat Ohio.

Eine friedliche Machtübergabe gehöre zu den Dingen, die eine Demokratie von einer Diktatur unterscheiden, betonte die Präsidentschaftskandidatin. Trump hatte in der Nacht auf Donnerstag im dritten und letzten TV-Duell gegen seine Rivalin Clinton gesagt, er wolle "erst zum gegebenen Zeitpunkt" prüfen, ob er den Wahlausgang akzeptiere oder nicht. Die Äußerung hatte auch in den Reihen der Republikaner Kritik ausgelöst. Dennoch hatte Trump einen Tag später nachgelegt und gesagt, er werde das Wahlergebnis akzeptieren - "wenn ich gewinne".

Unterdessen konnte Trump einer Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge den Rückstand zu Clinton in der vergangenen Woche verringern. Dabei kommt der Republikaner auf 40 Prozent der Stimmen, seine demokratische Kontrahentin auf 44 Prozent. In der Vorwoche hatte der Abstand noch sieben Punkte betragen.

Quelle: Apa/Ag.

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