Weltpolitik

CTBTO-Chef hofft im Atomstreit auf Dialog mit Nordkorea

Die Weltgemeinschaft muss im Streit mit Nordkorea nach Ansicht der Vereinten Nationen weiter den Dialog mit dem kommunistischen Land suchen. "Isolation wird Nordkorea nicht stoppen, Raketenstarts oder Atomwaffentests durchzuführen", sagte Lassina Zerbo, Chef der UNO-Behörde zur Überwachung des internationalen Kernwaffenteststopp-Abkommens (CTBTO).

CTBTO-Chef hofft im Atomstreit auf Dialog mit Nordkorea SN/kcna
Kim Jong-Un provoziert seit Monaten mit Raketen- und Atomtests.

Seine Behörde könne als Plattform für Gespräche dienen, erklärte Zerbo der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Wien. Nordkorea hatte zuletzt Mitte September mit seinem bisher stärksten Atomtest die Welt provoziert.

Bei dem historischen Atomdeal mit dem Iran habe sich gezeigt, dass multilaterale Diplomatie funktionieren könne, sagte Zerbo. "Der Deal war sehr wichtig, weil die Menschen schon begonnen haben, die Hoffnung auf die Diplomatie zu verlieren."

Die CTBTO fordert einen weltweiten und vertraglich gesicherten Verzicht auf Atomtests. Die UNO-Mitgliedsländer hatten sich im September 1996 bei der Gründung der Organisation darauf geeinigt. Der seit 20 Jahren vorliegende Vertrag kann aber ohne die Ratifizierung durch Staaten wie die USA oder China nicht in Kraft treten.

Quelle: Apa/Dpa

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