Weltpolitik

"Dann macht eben China die Show"

Der künftige US-Präsident Donald Trump will einen härteren Kurs gegenüber Peking, aber die Transpazifische Partnerschaft abblasen. Das passt nicht zusammen. Und welche Rolle kommt Russland zu?

 SN/fotolia

Der deutsche Amerika-Experte Josef Braml skizziert im SN-Interview die Weltpolitik in der Ära Trump.

Stehen wir mit Donald Trump weltpolitisch vor einer Zeitenwende?
Josef Braml: Es ist zu befürchten. Wenn in den USA Intellektuelle die deutsche Kanzlerin zur Führerin der freien Welt ausrufen, dann sagt das zweierlei: Zum einen sind sie in Schockstarre, und zum anderen trauen sie es dem eigenen künftigen Präsidenten nicht zu, dass unter ihm Amerika liberal bleibt.
Was sind Kernpunkte von Trumps außenpolitischer Agenda, sofern sich diese schon erkennen lassen?
Ich glaube, dass Donald Trump im besten Fall den Realismus weiterführt, mit dem Barack Obama schon aufgehört hat. Obama ist als liberaler Internationalist gestartet und als Realist, als Geopolitiker gelandet. Auch Obama hat schon Deals mit Regimen gemacht, die alles andere als demokratisch sind. Er hat Geopolitik betrieben und vor allem die Gefahr China deutlich ins Visier genommen - auch mit der Hinwendung nach Asien. Unter Obama hat Amerika angefangen, China nicht mehr einzubinden, sondern einzudämmen.

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