Weltpolitik

"Der gerechte Friede ist nicht verwirklicht"

Österreichische Bischofskonferenz setzte in Bosnien-Herzegowina ein wichtiges Zeichen.

Kardinal Christoph Schönborn beim Festgottesdienst. SN/kap/wuthe
Kardinal Christoph Schönborn beim Festgottesdienst.

Aus einem Vorbild für gelungene Integration ist eine von Hass geprägte Gesellschaft geworden: Der Jugoslawien-Krieg hat in den 1990er-Jahren das einst bemerkenswert gute Verhältnis zwischen Moslems, Orthodoxen und Katholiken in Bosnien-Herzegowina nachhaltig beschädigt.

Die Religionsgemeinschaften decken sich weitgehend mit den Volksgruppen der Bosniaken, Serben und Kroaten. Menschen leiden weiter unter einer fehlgeschlagenen Politik. "Man glaubte, einen Konflikt zu lösen, indem man die Bevölkerung fein säuberlich in ihre Ethnien aufteilte. Das war ein Irrtum, der mitten in Europa viel Leid über die Menschen gebracht hat", sagte Kardinal Christoph Schönborn. "Ein gerechter Frieden ist nicht verwirklicht worden." Mit den Bischöfen Österreichs reiste er zur Frühjahrs-Vollversammlung nach Sarajevo. Ein Zeichen der Verbundenheit, das religiöse ebenso wie politische Führer des Landes lobten. "Zum Dialog gibt es keine Alternative", sagte der bosnische Kardinal Vinko Puljić.

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