Weltpolitik

Der gute und der böse Störenfried

Er ist einer, der gegen geltende Regeln verstößt und bei den Etablierten aneckt. Der Störenfried ist von Nutzen, wenn er verkrustete Verhältnisse aufbricht. Aber zum Schaden der Demokratie, wenn er zum Umsturz bläst.

Der gute und der böse Störenfried SN/pixabay
Lautstark, oft lästig, und doch wichtig. Querulanten, Querköpfe, Schreihälse, Störenfriede.
Sand im Getriebe

von Helmut Müller

Von der APO war damals die Rede, von der Außerparlamentarischen Opposition. Die Studenten klagten in den 1960er-Jahren darüber, dass sie in bleiernen Zeiten lebten. Sie wollten die nach ihrer Ansicht versteinerten Verhältnisse zum Tanzen bringen. Die demokratische Ordnung der deutschen Bundesrepu blik sah sich zum ersten Mal mit radikaler Kritik konfrontiert, Regelverletzungen inklusive. Als Störenfriede wurden die Studenten anfangs abgestempelt. Aber am Ende löste ihre Revolte einen Schub an Reformen in Politik und Gesellschaft aus.

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