Weltpolitik

Der Zorn im Südirak richtet sich gegen die Glaubensbrüder

Der schiitische Iran nimmt die Schutzmachtrolle im Irak ein. Umso kritischer für Teheran sind die jüngsten Entwicklungen.

Ein Demonstrant in Pose vor dem brennenden iranischen Konsulat in Basra. SN/APA/AFP/HAIDAR MOHAMMED ALI
Ein Demonstrant in Pose vor dem brennenden iranischen Konsulat in Basra.

In Teheran schrillen die Alarmglocken. Ausgerechnet im benachbarten Irak, dem engsten Verbündeten, beteiligen sich Tausende schiitische Glaubensbrüder an antiiranischen Ausschreitungen. Bislang hatten sich die Demonstranten auf das Skandieren von Slogans wie "Iran, Iran go, go" beschränkt. Doch dann ging das iranische Konsulat in der Drei-Millionen-Stadt Basra in Flammen auf. Auch die Büros von elf proiranischen Parteien und Milizen, denen Korruption und Misswirtschaft angelastet wird, wurden abgefackelt. Selbst auf das Gebäude des als iranfreundlich eingestuften Fernsehsenders Iraqiya ist ein Brandanschlag verübt worden.

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