Weltpolitik

Deutsche Familienministerin Schwesig will Radikalisierungs-Prävention fördern

Die deutsche Familienministerin Manuela Schwesig will einem Medienbericht zufolge Gelder für die Präventionsarbeit gegen eine Radikalisierung junger Flüchtlinge bereitstellen. Wie das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat Schwesig das mit ihren Kollegen aus den Bundesländern bei einem Treffen am vergangenen Dienstag in Berlin mündlich verabredet.

Deutsche Familienministerin Schwesig will Radikalisierungs-Prävention fördern SN/AFP/CLEMENS BILAN
Flüchtling sollen vor Radikalen geschützt werden.

Die Gelder sollen demnach an Organisationen gehen, die im Bereich Islamismus präventiv mit Flüchtlingen arbeiten. Schwesig will dem "Spiegel" zufolge noch im Sommer entsprechende Vorschläge erarbeiten.

In einer Zehn-Punkte-Erklärung, die Schwesig und ihre Länderkollegen veröffentlicht hatten, war der neue Fokus auf Flüchtlinge noch nicht schriftlich festgehalten worden. Schwesigs Ministerium arbeitet darüber hinaus aktuell an einem Gesetz, das die Finanzierung von Projekten zur Extremismusprävention und Demokratieförderung verstetigen soll.

Am Sonntag vergangener Woche hatte sich ein syrischer Flüchtling in Ansbach in die Luft gesprengt und 15 Menschen verletzt. Wenige Tage zuvor hatte ein vermutlich aus Afghanistan stammender Flüchtling bei Würzburg fünf Menschen mit einer Axt schwer verletzt. In beiden Fällen gehen die Ermittler von einem islamistischen Hintergrund aus.

Quelle: Apa/Ag.

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