Weltpolitik

Die gesunkene Faust

Winnie Mandela ist tot. Lang galt sie als schillernde Symbolfigur des Anti-Apartheid-Kampfes in Südafrika. Sie war eine couragierte Frau, polarisierte aber auch als Mensch voller Widersprüche.

Im Jahr 1990 bejubelte Winnie Mandela Hand in Hand mit ihrem damaligen Ehemann Nelson seine Freiheit. SN/AP
Im Jahr 1990 bejubelte Winnie Mandela Hand in Hand mit ihrem damaligen Ehemann Nelson seine Freiheit.

Bis zuletzt waren ihr Gespür für den großen Auftritt und eine beispiellose Extravaganz ihre Markenzeichen gewesen. Aber auch die bei öffentlichen Auftritten oft kraftvoll in die Luft gereckte Faust. Dennoch war Winifred Madikizela-Mandela, die einst als mögliche Nachfolgerin ihres Mannes Nelson Mandela, Südafrikas erstem schwarzen Präsidenten, galt, politisch seit der Scheidung von ihm (1996) zunehmend in der Versenkung verschwunden - schwer kompromittiert durch zahllose Skandale, aber daheim noch immer von vielen als "Mutter der Nation" hoch verehrt. Zu Wochenbeginn starb die 81-Jährige nun in einem Johannesburger Privatkrankenhaus im Kreise ihrer Familie: Seit 1995 hatte sie an schwerem Diabetes und seinen Folgen gelitten.

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