Weltpolitik

Drei ukrainische Soldaten im Osten des Landes getötet

Im Osten der Ukraine sind bei neuen Gefechten mit prorussischen Rebellen drei ukrainische Soldaten getötet worden. Wie ein ukrainischer Armeesprecher am Sonntag weiter mitteilte, wurden vier Regierungssoldaten verletzt. Die Soldaten wurden demnach durch eine Explosion und durch Bombardements in der Ortschaft Krymske getötet, 40 Kilometer nordwestlich der Rebellenhochburg Luhansk.

"Illegale bewaffnete Gruppen haben das Feuer entlang der Frontlinie eröffnet", sagte der Sprecher. Kein Frontabschnitt sei ruhig.

Am Samstag war der Chef der selbstproklamierten Volksrepublik Luhansk, Igor Plotnizki, bei einer heftigen Explosion in der Nähe seines Autos verletzt worden. Nach Angaben der Rebellen handelte es sich um einen gezielten Mordanschlag auf Plotnizki. In Kiew hieß es, das Attentat stehe im Zusammenhang mit internen Machtkämpfen bei den Rebellen. Der frühere Kommandant einer prorussischen Rebellenmiliz war im November 2014 zum Regierungschef der Volksrepublik Luhansk gewählt worden. Die ukrainische Regierung hatte die Wahl als Bruch der Waffenstillstandsvereinbarung verurteilt.

Seit Beginn des Konflikts zwischen prorussischen Rebellen und regierungstreuen ukrainischen Einheiten im April 2014 wurden etwa 9.500 Menschen getötet. Auch wenn bereits mehrfach Waffenruhen vereinbart wurde, dauern die Kämpfe an. Kiew und der Westen werfen Russland vor, die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine in ihrem Kampf gegen die Regierungstruppen zu unterstützen. Moskau bestreitet dies.

Quelle: Apa/Ag.

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