Weltpolitik

Dutzende Migranten im Ionischen Meer in Seenot

Vorbeifahrende Schiffe haben im Ionischen Meer zwischen Griechenland und Italien ein in Seenot geratenes Boot mit etwa 100 Migranten an Bord entdeckt. Wie das griechische Fernsehen (ALPHA-TV) unter Berufung auf die Küstenwache am Dienstag berichtete, alarmierte einer der Menschen an Bord per Handy die Küstenwache und erklärte, das Boot triebe herrenlos dahin.

Das Boot sei etwa 32 Seemeilen westlich der kleinen griechischen Inselgruppe von Paxos-Antipaxos im Ionischen Meer entdeckt worden. In der Region wehen Winde der Stärke sechs bis sieben. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Küstenwache erfuhr, befinden sich zwei Frachter und ein Tanker in der Nähe des Migrantenbootes.

Von wo aus die Migranten aufgebrochen waren, blieb zunächst unklar. Beamte der Küstenwache vermuten, dass sie von der westgriechischen Küste in Richtung Italien fahren wollten.

Nach der weitgehenden Schließung der Balkanroute versuchen Migranten auf der gefährlicheren Route von der Türkei oder Ägypten über Kreta und das Ionische Meer nach Italien zu gelangen. Die griechische Küstenwache hat seit Jahresbeginn Hunderte Migranten in der Region entdeckt und gerettet.

Vergangene Woche war eine Schlepperbande auf Kreta aufgeflogen, die Dutzende Migranten aus einem kleinen Hafen im Süden der Insel nach Italien zu transportieren plante.

Quelle: Apa/Dpa

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