Weltpolitik

Ein Mordkomplott der Saudis

Die Führung in Riad gibt die Tötung des Publizisten Khashoggi mittlerweile zu. Aber niemand in der Welt glaubt den haarsträubenden Darstellungen des Regimes mehr.

Wer hat die Führung in Saudi-Arabien inne? Formal König Salman (rechts), tatsächlich wohl eher sein Sohn, Kronprinz Mohammed bin Salman. Sitzt der jetzt noch fest im Sattel? AFP SN/APA/AFP/FAYEZ NURELDINE
Wer hat die Führung in Saudi-Arabien inne? Formal König Salman (rechts), tatsächlich wohl eher sein Sohn, Kronprinz Mohammed bin Salman. Sitzt der jetzt noch fest im Sattel? AFP

Im Fall Khashoggi verwickeln sich saudische Regierungsvertreter in immer größere Widersprüche. Nachdem die Staatsanwaltschaft in Riad in der Nacht zum Samstag versucht hatte, die Ermordung des prominenten saudischen Journalisten im saudischen Konsulat von Istanbul als Folge eines bedauerlichen Boxkampfes zu verschleiern, behauptete nun ein saudischer Offizieller, dass der 59-jährige Regimekritiker "durch einen Würgegriff" ums Leben gekommen sei: "Sie wollten verhindern, dass er schreit." Dabei sei er gestorben, was aber nicht "mit Absicht geschehen sei". In Wirklichkeit habe man Khashoggi einige Tage "festhalten" und dann wieder freilassen wollen, sofern er nicht freiwillig nach Saudi-Arabien zurückkehren wollte.

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