Weltpolitik

Ein Toter bei Schießerei vor Polizeidirektion in Gaziantep

Türkische Sicherheitskräfte haben vor der Polizeidirektion in der südosttürkischen Stadt Gaziantep einen bewaffneten Angreifer erschossen. Die Polizei habe sich an dem Checkpoint vor dem Gebäude einen Schusswechsel mit dem Mann geliefert, dieser sei dabei getötet worden, sagte der Provinzgouverneur Ali Yerlikaya laut der Nachrichtenagentur DHA am Dienstag. Ein Polizist sei leicht verletzt worden.

Nach Angaben von Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus fahndet die Polizei nach einem weiteren flüchtigen "Terroristen". Der Sender CNN Türk berichtete, mindestens eine Person habe versucht, in das Polizeigebäude einzudringen und sei von den Beamten aufgehalten worden.

Kurtulmus sagte weiter, der Angriff erinnere an einen Anschlag in der westtürkischen Stadt Izmir vor fünf Tagen. Vor dem Justizgebäude der Stadt gab es am Donnerstag einen Autobombenanschlag und eine Schießerei zwischen Polizei und Angreifern. Das Attentat forderte zwei Todesopfer, außerdem wurden zwei der Täter getötet. Ein weiterer ist seitdem auf der Flucht. Die Behörden vermuten die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hinter der Tat. Im Zusammenhang mit dem Anschlag wurden nach Angaben von DHA inzwischen 18 Menschen festgenommen.

Die Stadt Gaziantep war im vergangenen Oktober von einem schweren Terroranschlag auf eine Hochzeitsfeier erschüttert worden. Damals wurden mehr als 50 Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Die Türkei macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich, die sich jedoch nie dazu bekannte. Die Regierung geht von einem Kind aus, dass als Attentäter missbraucht wurde. Die Identität wurde jedoch nie bekanntgegeben. Im vergangenen April hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel Gaziantep besucht.

Quelle: Apa/Dpa

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