Weltpolitik

Ein Toter und Dutzende Verletzte bei Krawallen in Bolivien

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Regierung und der Opposition ist in Bolivien ein junger Mann ums Leben gekommen. In Cochabamba seien bei Zusammenstößen zudem 95 Menschen verletzt worden, berichtete die Zeitung "La Razón" am Mittwoch. Oppositionsführer Luis Fernando Camacho wollte indes Präsident Evo Morales ein Rücktrittsschreiben zur Unterschrift überreichen.

Oppositionsführer Camacho tritt Präsident Morales SN/AFP/DANIEL WALKER
Oppositionsführer Camacho tritt Präsident Morales

In der nahe gelegenen Ortschaft Vinto steckten Regierungsgegner das Rathaus in Brand, übergossen die Bürgermeisterin mit roter Farbe, schoren ihr das Haar und trieben sie durch die Straßen. Die Ombudsstelle des südamerikanischen Landes verurteilte die Gewalt und rief die verfeindeten Lager zum Dialog auf.

Unter Polizeischutz erreichte Camacho am Mittwoch den Hauptstadtflughafen von El Alto. Zuvor hatten Anhänger des Staatschefs den Besuch von Camacho verhindert und ihn zur Rückkehr in seine Heimatregion Santa Cruz gezwungen.

Seit der umstrittenen Präsidentenwahl in Bolivien am 20. Oktober liefern sich die politischen Lager des südamerikanischen Landes erbitterte Auseinandersetzungen. Regierungsgegner zweifeln den Sieg von Präsident Morales in der ersten Runde an und fordern eine Überprüfung der Wahl.

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