Weltpolitik

Einigung im Streit um Frankreichs Pannen-AKW Fessenheim

Im Streit um Kompensationszahlungen für die Schließung des umstrittenen Atomkraftwerks Fessenheim haben die französische Regierung und der Stromkonzern EDF eine Einigung erzielt. EDF solle in einem ersten Schritt 100 Millionen Euro erhalten und dann in mehreren Tranchen weitere Entschädigungszahlungen, sagte ein Sprecher des französischen Umwelt- und Energieministeriums am Mittwoch in Paris.

Einigung im Streit um Frankreichs Pannen-AKW Fessenheim SN/APA (AFP)/SEBASTIEN BOZON
Das AKW Fessenheim soll stillgelegt werden.

Die späteren Zahlungen hingen unter anderem von der Entwicklung der Strompreise ab. Aus informierten Kreisen verlautete, es sei bereits eine zweite Tranche in Höhe von 300 Millionen Euro vereinbart worden.

Die Einigung zwischen dem Staat und EDF ermöglicht es, die Stilllegung von Frankreichs ältesten Atomreaktoren einzuleiten. Atomkraftgegner, aber auch die deutsche Regierung fordern schon seit längerem eine Abschaltung des nahe der deutschen Grenze gelegenen Pannen-AKWs Fessenheim, dessen Reaktoren einst 1977 ans Netz gingen.

Der französische Staatschef Francois Hollande hatte ursprünglich versprochen, das umstrittene Atomkraftwerk bis Ende 2016 stillzulegen. Inzwischen wird als Termin das Jahr 2018 angepeilt.

Zuletzt hatten sich die Regierung und EDF über die Höhe der Kompensationen gestritten. Der Regierung schwebte eine Entschädigung von insgesamt rund hundert Millionen Euro vor. Der Stromkonzern, der zu rund 85 Prozent dem französischen Staat gehört, hielt das für viel zu wenig.

Quelle: Apa/Ag.

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