Weltpolitik

Erbitterte Kämpfe in Mosul zwischen irakischer Armee und IS

Irakische Spezialkräfte haben sich am Donnerstag in Mosul erbitterte Kämpfe mit der Miliz Islamischer Staat (IS) geliefert und den militärischen Druck auf die Jihadisten erhöht. Ein Kommandant der Elitetruppe CTS, Maan al-Saadi, sagte der Nachrichtenagentur AFP von der Front aus, dass die Einsatzkräfte den IS im Bezirk Al-Khadraa bekämpften.

Erbitterte Kämpfe in Mosul zwischen irakischer Armee und IS SN/APA (AFP)/THOMAS COEX

"Sie können nicht fliehen", sagte er über die dort verschanzten Jihadisten. "Sie haben zwei Möglichkeiten - aufgeben oder sterben." Am Mittwoch hatte die irakische Armee einen strategischen Erfolg vermeldet und erklärt, die Verbindungen zwischen den IS-Hochburgen Mosul im Irak und Raqqa in Syrien seien gekappt worden. Damit sei der IS in Mosul von allen Nachschubwegen abgeschnitten. Einem weiteren CTS-Kommandant zufolge wurden bereits rund 40 Prozent von Ost-Mosul eingenommen.

Ein Sprecher der von den USA geführten Militärkoalition sagte nun ebenfalls, dass der Vormarsch der Iraker vom Süden und Südosten der Stadt "Fahrt aufgenommen" habe. Darauf müssten die Jihadisten reagieren und das schwäche ihre Verteidigung, sagte John Dorrian. Er sprach von "extrem harten" und "brutalen" Kämpfen, letztlich werde die irakische Armee die Extremisten aber besiegen.

Irakische Regierungstruppen und mit ihr verbündete Milizen hatten Mitte Oktober mit Unterstützung der US-geführten Anti-IS-Koalition eine lange geplante Offensive auf Mosul gestartet. Die IS-Miliz leistet trotz der Überlegenheit der Gegenseite aber erbitterten Widerstand. Die Zahl der Menschen, die aus der Millionenmetropole flüchteten, wird inzwischen auf 76.000 geschätzt. Die irakische Führung versprach wiederholt, Mosul bis zum Jahresende vom IS zurückzuerobern.

Quelle: Apa/Ag.

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