Weltpolitik

Ermittler weiten Anschuldigungen im Mordfall Kuciak aus

Den Beschuldigten im Fall der Ermordung des slowakischen Journalisten Jan Kuciak werden weitere Taten zur Last gelegt. Die drei Männern und eine Frau werden nun auch beschuldigt, die Tötung von zwei Staatsanwälten und eines Rechtsanwalts geplant zu haben. Das gaben Sonderermittler des Innenministeriums in Bratislava nach Angaben der Agentur TASR am Mittwoch bekannt.

Massenproteste führten schließlich zum Sturz der Regierung SN/APA (AFP)/VLADIMIR SIMICEK
Massenproteste führten schließlich zum Sturz der Regierung

Der Journalist Jan Kuciak und seine Verlobte Martina Kusnirova waren im Februar 2018 im Stil einer Hinrichtung erschossen worden. Beide waren 27 Jahre alt. Die vier Beschuldigten sollen dabei jeweils als Auftraggeber, Vermittler, Fahrer oder Schütze gewirkt haben.

Kuciak hatte zu Verbindungen zwischen Mafia und Politik in der Slowakei recherchiert. Warum die beiden Staatsanwälte und der Jurist ebenfalls ins Visier der mutmaßlichen Bande gerieten, blieb zunächst unklar. Einer von ihnen, der frühere stellvertretende Generalstaatsanwalt Peter Sufliarsky, sagte nur, dies könne mit seiner damaligen Arbeit zusammenhängen.

Die Ermordung Kuciaks hatte international für Entsetzen gesorgt und in der Slowakei Massenproteste ausgelöst, die schließlich zum Sturz der Regierung von Ministerpräsident Robert Fico führten.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 23.08.2019 um 03:44 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/ermittler-weiten-anschuldigungen-im-mordfall-kuciak-aus-74823499

Schlagzeilen