Weltpolitik

Erneut 1.800 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet

Im Mittelmeer sind erneut etwa 1.800 Migranten gerettet worden. Die Einsatzkräfte brachten die Menschen am Mittwoch in zwölf verschiedenen Rettungsaktionen von Booten, die kaum seetüchtig waren, in Sicherheit, wie Italiens Küstenwache mitteilte. In einem völlig überfüllten Schlauchboot wurden zudem drei Leichen entdeckt. Woher die Menschen stammen und woran sie gestorben waren, war noch unklar.

Erneut 1.800 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet SN/APA (AFP)/ARIS MESSINIS
Die Boote waren kaum seetüchtig.

Außer der Küstenwache und der Marine waren auch private Rettungskräfte und Hilfsorganisationen an den Einsätzen beteiligt. Mit diesem Vorfall sind seit Beginn der Woche insgesamt fast 12.000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet worden. Bereits am Montag waren in 35 verschiedenen Einsätzen fast 7.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, so viele wie fast noch nie an einem einzigen Tag. Am Dienstag waren 3.000 weitere gerettete Flüchtlinge dazugekommen.

Die griechische Küstenwache rettete am Mittwoch ebenfalls 29 Migranten. Die Menschen waren auf dem Weg von Westgriechenland nach Italien. Wegen eines Maschinenschadens habe ihr Boot im Ionischen Meer getrieben, hieß es weiter.

Die Migranten hätten dann mit der europaweiten Notrufnummer 112 die Behörden alarmiert. Nach einer mehrstündigen Suchaktion seien sie rund 30 Seemeilen (rund 56 Kilometer) westlich der griechischen Kleininsel Paxos entdeckt und gerettet, teilte die Küstenwache mit. Sie machte keine Angaben über die Nationalität der Migranten.

Quelle: Apa/Dpa

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