Weltpolitik

Erstes Treffen zwischen Trump und Präsident Mexikos fix

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador will sich nächste Woche in Washington mit US-Präsident Donald Trump treffen. Es ist seine erste Auslandsreise nach über eineinhalb Jahren im Amt. Nach der Ankündigung der Reise vergangene Woche teilte López Obrador am Donnerstag den Termin mit - am Mittwoch und Donnerstag kommender Woche wird es demnach Gespräche zwischen den zwei Regierungen geben.

Anlass ist das Inkrafttreten des neuen nordamerikanischen Freihandelsabkommens USMCA am Mittwoch. Nach Washington eingeladen ist deshalb nach mexikanischen Angaben auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau - seine Zusage stehe noch aus.

López Obrador will einen Linienflug in das nördliche Nachbarland nehmen. Das tut er auch bei Reisen innerhalb Mexikos. Der Linkspopulist verzichtet im Rahmen seiner Sparpolitik auf das Präsidentenflugzeug seiner Vorgänger - dessen Luxus steht aus seiner Sicht im krassen Gegensatz zur Armut, die in Mexiko herrscht.

Der mexikanische Präsident will sich in Washington nicht mit dem designierten Kandidaten der Demokraten bei der US-Präsidentenwahl im November, Joe Biden, treffen. Kurz vor der vorherigen US-Wahl, im Oktober 2016, hatte sich der damalige Kandidat Trump in Mexiko mit dem damaligen mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto getroffen und damit einen politischen Sturm in Mexiko ausgelöst. Trump war in Mexiko äußerst unbeliebt, nachdem er im Wahlkampf den Bau einer Mauer an der Grenze angekündigt hatte, die Mexiko bezahlen werde - das ist nicht geschehen. Er hatte Mexiko zudem vorgeworfen, Vergewaltiger und andere Kriminelle sowie Drogen in die USA zu schicken.

Vor rund einem Jahr unterschrieben beide Länder eine Vereinbarung, nachdem Trump Mexiko mit Strafzöllen gedroht hatte. Darin verpflichtete sich Mexiko, die Migration in die USA unter anderem durch den Einsatz seiner Nationalgarde an den Grenzen einzudämmen. Die Zahl der illegalen Grenzübertritte von Mexiko in die USA sank seitdem nach Angaben Trumps um 84 Prozent. Dieser hat seinen Amtskollegen im südlichen Nachbarland, López Obrador, mehrmals gelobt.

Quelle: Apa/Dpa

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