Weltpolitik

Essensrationen für Südsudan-Flüchtlinge werden halbiert

Wegen fehlender Spenden müssen Helfer der Vereinten Nationen in Uganda die täglichen Essensrationen von rund 200.000 Flüchtlingen aus dem Südsudan halbieren. Geldmangel und der Zustrom von Zehntausenden neuen Flüchtlingen seit Juli machen den drastischen Schritt notwendig, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von UN-Organisationen und der ugandischen Regierung hieß.

"Wir haben uns entschlossen, zunächst die neu angekommenen (Flüchtlinge) zu versorgen", sagte am Freitag der stellvertretende ugandische Minister für Katastrophenschutz, Musa Ecweru. Die tägliche Essenration von rund 2100 Kalorien pro Tag werde ab dieser Woche für die rund 200.000 vor Juli 2015 in Uganda angekommenen Flüchtlinge halbiert, erklärten das UN-Flüchtlingshilfswerk, das Welternährungsprogramm (WFP) und die Regierung.

Waisen, chronisch kranke und mangelernährte Menschen seien von der Kürzung nicht betroffen, hieß es weiter. Um die Versorgung der Flüchtlinge bis Jahresende sicherstellen zu können, fehlten rund 20 Millionen Dollar (17,7 Millionen Euro). Bei einem Ausbruch der Gewalt im Südsudan im Juli kamen rund 300 Menschen ums Leben. Mehr als 70.000 Menschen sind seither aus Angst vor neuen Kämpfen nach Uganda geflohen.

Quelle: Apa/Dpa

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