Weltpolitik

EU-Betrugsbekämpfung zog 691 Millionen Euro ein

Die Einziehungen von EU-Geldern wegen Betrugs haben im Vorjahr mit 691 Millionen Euro einen gewaltigen Sprung nach oben gemacht. 2010 waren es lediglich 67,9 Millionen Euro gewesen.l

EU-Betrugsbekämpfung zog 691 Millionen Euro ein SN/apa (archiv/epa)
Kriminelle wurden von nationalen Behörden bestraft.

Allerdings waren bei der Präsentation des 2010-er Berichtes vergangenes Jahr noch Fälle mit einem Volumen von 351,2 Millionen Euro offen, womit es auf jeden Fall 2011 zu einer Steigerung gekommen ist. Die Untersuchungen betrafen 2011 insgesamt 463 Fälle. Die Gesamthöhe der Haftstrafen belief sich auf 511 Jahre.

"Dank unserer Untersuchungen konnte ein hoher Betrag für den europäischen Steuerzahler zurückerlangt werden, und zahlreiche Kriminelle wurden für ihre Straftaten zum Schaden des EU-Haushalts von der nationalen Justiz zur Verantwortung gezogen. In Anbetracht der derzeitigen Finanzlage ist der Kampf gegen Betrug und Korruption wichtiger denn je. Er sollte in allen Mitgliedstaaten mit Nachdruck betrieben werden. Das OLAF möchte diesen Kampf intensivieren. Deshalb werden wir unsere Untersuchungen künftig noch effizienter und ergebnisorientierter führen und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern inner- und außerhalb der EU ausbauen", so OLAF-Generaldirektor Giovanni Kessler.

Die meisten Rückforderungen wurden im Bereich der Strukturfonds geltend gemacht (524,7 Millionen Euro), gefolgt vom Zollbereich (113,7) und der Landwirtschaft (34). In den auf Empfehlung des OLAF in die Wege geleiteten Gerichtsverfahren wurden Betrüger von einzelstaatlichen Gerichten im Laufe des Jahres 2011 zu Haftstrafen von insgesamt 511 Jahren verurteilt. Ferner wurden Geldstrafen von nahezu 155 Millionen Euro verhängt.

Quelle: APA

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