Weltpolitik

EU-Einsatz gegen Waffenschmuggler vor Libyen erfolgreich

Der EU-Marineeinsatz gegen Waffenschmuggel in Richtung Libyen zeigt offensichtlich Wirkung. Wie der ARD-Hörfunk am Freitag berichtete, gibt es seit dem Start der Kontrollen im Mittelmeer keine Hinweise auf unerlaubte Aktivitäten mehr. Dies gehe aus einer Antwort der deutschen Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.

Hintergrund des EU-Einsatzes sind Hinweise, dass unterschiedliche Parteien in Libyen illegal mit Rüstungsgütern beliefert werden. Sie kommen nach einem UN-Bericht unter anderem aus der Türkei, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zudem gibt es den Verdacht, dass auch der libysche Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) Adressat von Waffenlieferungen sein könnte. Öffentliche Beweise dafür gibt es allerdings laut UN-Experten bisher nicht.

Libyen ist nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi 2011 in Chaos und Bürgerkrieg versunken. Milizen, Banden und der IS nutzten das Machtvakuum aus und sorgen bis heute für große Probleme.

Quelle: Apa/Dpa

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