Weltpolitik

Europäer sorgen sich um Einwanderung und Terrorismus

Die Bürger Europas sorgen sich ganz besonders um Einwanderung und Terrorismus. Nach der jüngsten Standard-Eurobarometer-Umfrage, die im Mai 2016 durchgeführt wurde, sehen 48 Prozent die Einwanderung und 39 Prozent den Terror als größte Herausforderungen, wie aus den am Freitag veröffentlichen Ergebnissen hervorging.

Europäer sorgen sich um Einwanderung und Terrorismus SN/apa
Nur Portugiesen sorgen sich kaum wegen Zuwanderung.

Seit der vorigen Umfrage im Herbst 2015, als der Flüchtlingsstrom über die Balkan-Route seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hatte, ist der Wert für "Einwanderung" zwar um 10 Prozentpunkte zurückgegangen, während der Wert für "Terrorismus" um 9 Prozentpunkte stieg. Trotzdem bedeuten diese Themen für die Bürger aller EU-Länder die größte Sorge - mit Ausnahme der Portugiesen, die sich über Migration offenbar kaum Gedanken machen (17 Prozent).

Für die Österreicher bedeutet Einwanderung mit 48 Prozent ebenfalls das wichtigste Problem der EU, gefolgt von Terrorismus (28 Prozent). Bei den Herausforderungen des eigenen Landes führt wieder die Migration (41 Prozent), gefolgt von Arbeitslosigkeit (32 Prozent) und - in Österreich als einzigem Land in den Top 3 - Kriminalität (19 Prozent - ein Wert, den sonst nur Bulgarien und Irland erreichen). Für die österreichischen Bürger gehört die Zuwanderung sogar zu den drei wichtigsten persönlichen Problemen (15 Prozent), nach den Lebenshaltungskosten (33 Prozent) und knapp vor der gesundheitlichen Versorgung (14 Prozent).

Beim Vertrauen auf die EU sind die Europäer gespalten, mit einer leichten Führung der Befürworter - wobei die Eurobarometer-Befragung schon im Mai und daher noch vor der Volksabstimmung in Großbritannien über den EU-Austritt (23. Juni) stattfand. 34 Prozent der EU-Bürger sehen die EU eher positiv, 27 Prozent eher negativ, 38 Prozent weder-noch - wobei die negativen Meinungen zuletzt leicht anstiegen. In Österreich lagen diese Werte bei 32 Prozent positiv, 37 Prozent negativ, 30 Prozent weder-noch.

Der Aussage "Meine Stimme zählt in der Europäischen Union" stimmte hingegen eine leichte Mehrheit der Österreicher zu (51 Prozent), gegenüber 44 Prozent Nein-Stimmen. Der EU-Durchschnitt lag hier mit 38 Prozent Ja- und 55 Prozent Nein-Stimmen deutlich darunter. Am skeptischsten zeigten sich die Griechen (83 Prozent Nein). Bezüglich der Zukunft der Europäischen Union lagen die Österreicher mit 50 Prozent Optimisten im gleich hohen EU-Schnitt.

Quelle: APA

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