Weltpolitik

Extremistenanführer in Kaschmir-Region getötet

Regierungseinheiten haben im indischen Teil Kaschmirs einen Extremistenanführer mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida getötet. Zakir Musa sei am Donnerstagabend von Soldaten und Sicherheitskräften in seinem Versteck in der südlichen Stadt Tral umstellt und zur Aufgabe aufgefordert worden, wie ein ranghoher Polizist sagte. Bei einem anschließenden Gefecht sei er jedoch getötet worden.

Nach Bekanntwerden des Todes von Musa kam es in mehreren Regionen Kaschmirs, darunter in der Hauptstadt Srinagar, zu spontanen Protesten Hunderter Menschen. Um die Proteste einzudämmen, schalteten die Behörden das Internet aus und verhängten eine Ausgangssperre in weiten Teilen der Region.

Musa hatte im Jahr 2017 die Extremistengruppe Ansar Ghazwat-ul-Hind gegründet und Al-Kaida die Treue geschworen. Sein erklärtes Ziel war die Gründung eines Kalifats in Kaschmir.

Die Kaschmir-Region ist zwischen Indien und Pakistan umstritten. Seit 1989 kämpfen mehrere muslimische Rebellengruppen teils für die Unabhängigkeit Kaschmirs, teils für den Anschluss der Region an Pakistan.

Quelle: Apa/Ag.

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