Weltpolitik

FARC-Rebellen drängen beim Friedensvertrag zur Eile

Nach dem Scheitern des Referendums über das Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation FARC drängen die Rebellen zur Eile. Noch in diesem Jahr müssten die Nachverhandlungen abgeschlossen und der Friedensvertrag umgesetzt werden, sagte FARC-Sprecher Pastor Alape in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Zeitung "El Tiempo".

FARC-Rebellen drängen beim Friedensvertrag zur Eile SN/APA (AFP)/LUIS ROBAYO
Die Kolumbianer hoffen nach wie vor auf Frieden.

Die Debatte über den Frieden dürfe nicht bis ins Wahljahr 2018 verschleppt und Gegenstand parteipolitischer Kampagnen werden. Dem Vorschlag der Kritiker, die FARC-Führung solle ihre Strafen in Gefängnisfarmen auf dem Land verbüßen, erteilte Alape eine Absage. "Dieser Weg führt nicht zum Frieden", sagte er.

Das Abkommen war am 2. Oktober in einer Volksabstimmung knapp abgelehnt worden. Die Gegner kritisierten vor allem die geplante politische Beteiligung der FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia/Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) und die relativ milden Strafen für die Rebellen. Nun muss nachverhandelt werden. Der Chefunterhändler der Regierung, Humberto de la Calle, wurde am Dienstag in Havanna erwartet, um die Gespräche mit den FARC-Rebellen wieder aufzunehmen.

Quelle: Apa/Dpa

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